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Klimawandel macht Arbeiter faul

Es tönte diese Woche über alle Medien: die “Forscher” und “Experten” des Kieler Institutes für Wirtschaftsforschung (IfW) im Auftrag der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) haben es herausgefunden und amen, wir sind ihnen wieder mal dankbar dafür. Die bedenklichen Folgen des Klimawandels und der Erderwärmung bestehen nicht zuletzt in einer gravierenden Senkung der allgemeinen Arbeitsproduktivität. Ein Arbeitnehmer kommt bei 23 Grad Raumtemperatur auf volle Leistungskraft, bei 30 Grad nur noch auf 70 Prozent, ist da zu lesen. Das muß man sich mal vorstellen. Nach Modellrechnungen der Studie nimmt die Arbeitsproduktivität unter der Einwirkung immer häufigerer Hitzewellen jährlich zwischen drei und 13 Prozent ab, was für die Volkswirtschaft einen Verlust von bis zu zehn Milliarden Euro im Jahr bedeute. Weniger Wirtschaftswachstum weltweit ist die Folge! Mir kamen die Tränen vor Lachen angesichts dieser schrecklichen “Katastrophe”.
Da hat doch das Arschlöcher-Imperium mal einen gucken lassen. Welche Sorgen die honorigen Herren und Damen da haben, ich schluchze gleich ein bißchen mit vor Mitgefühl. Mehr faule Arbeitssklaven weltweit, die unter Hitzegraden stöhnen und keine Lust mehr haben, für den Reichtum der Monopole, Aktionäre und Politiker im buchstäblichen Sinn des Wortes zu schwitzen. Weniger brave deutsche Facharbeiter, die gehorsam und täglich pünktlich malochend ihr Leben in der deutschen Schwer-, Auto- und Stahlindustrie vergeuden, um die Konten ihrer Arbeitgeber zu füllen. Weniger gedemütigte Chinesen, die für einen jämmerlichen Hungerlohn die neuesten Chips und Computer zusammenschrauben, weniger minderjährige Mädchen in Bangladesh, die 16 Stunden am Tag die Trendmode für den Westen nähen, weniger russische Minen- und Ölarbeiter, die dankbar ihre Arbeitskraft dem Moloch Profit und der örtlichen Mafia schenken. Weniger amerikanische Soldaten in Panzern, die so heiß sind wie geröstete Sardinenbüchsen. Alle müde und schlapp, unlustig und faul.
Was für eine schreckliche Katastrophe kommt da auf diesen Planeten zu? Menschen, die in der Sonne liegen und ihr eigenes Gemüse viermal im Jahr ernten, das im subtropischen Klima ganz von allein wächst. Menschen die keine Lust mehr haben, ihre Energie, Kraft und Lebensfreude der Habgier der Herrschenden zu opfern. Was für eine Zukunft! Eigentlich schade, daß ich die wohl nicht mehr in ihrer ganzen Pracht erleben werde.
Vielleicht hilft uns ja Gaia auf diese Weise auf die Sprünge, wer weiß? Ein besseres Klima kann der Planet gebrauchen, soviel ist klar.

Kommentar (1) zu “Klimawandel macht Arbeiter faul”

  1. Soliton 91 schrieb:

    Das gehört alles zum großen Plan. Wie ich gerade sehr nett beobachten kann, werden die Schlagzahlen für die Lohnsklaven nach oben gesetzt und weiter vereinheitlicht. Wenn dann die Produktivität aufgrund der Hitze sinkt, werden die faulen und trägen Durchschnittsarbeiter gefeuert. Nur wer bei steigender Hitze auch steigende Produktivität an den Tag legt behält seinen Job. Macht nix, so bekommen wir die Demographie in den Griff. Die Lebenserwartung sinkt und die Rentenkassen füllen sich wieder. Sinkt aufgrund dieses Vorgangs die Weltbevölkerung dramatisch weil 75% der Arbeiter aus Angst und Stress wegsterben produzieren wir auch nicht mehr soviel CO² und dem Klima gehts auch wieder besser. Klug durchdacht.

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