Es tönte diese Woche über alle Medien: die “Forscher” und “Experten” des Kieler Institutes für Wirtschaftsforschung (IfW) im Auftrag der Umweltschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) haben es herausgefunden und amen, wir sind ihnen wieder mal dankbar dafür. Die bedenklichen Folgen des Klimawandels und der Erderwärmung bestehen nicht zuletzt in einer gravierenden Senkung der allgemeinen Arbeitsproduktivität. Ein Arbeitnehmer kommt bei 23 Grad Raumtemperatur auf volle Leistungskraft, bei 30 Grad nur noch auf 70 Prozent, ist da zu lesen. Das muß man sich mal vorstellen. Nach Modellrechnungen der Studie nimmt die Arbeitsproduktivität unter der Einwirkung immer häufigerer Hitzewellen jährlich zwischen drei und 13 Prozent ab, was für die Volkswirtschaft einen Verlust von bis zu zehn Milliarden Euro im Jahr bedeute. Weniger Wirtschaftswachstum weltweit ist die Folge! Mir kamen die Tränen vor Lachen angesichts dieser schrecklichen “Katastrophe”. (more…)
Die Aufmerksamkeit muß/soll groß sein. Der Makro-Konzern (ihr wißt schon wer gemeint ist) drückt auf Medien, Anbieter, Hardware- und Softwarevertreiber, Computerzeitschriften … Unisono heißt es: Hurra, endlich ist Vista da! Das neue, ultimative Betriebssystem, das noch besser, noch schneller, noch schöner oder einfach nur das Beste ist.
Die Frage ist nur: Wen juckt’s? (more…)
Der deutsche Kinofilm “Das Leben der Anderen” (des adligen Regisseurs und Drehbuchautors Florian Henckel von Donnersmarck, mit vielen Preisen ausgezeichnet und einer Oscar- Nominierung versehen) ist wieder einmal neudeutsche Gelegenheit, den unbarmherzigen Blick auf die ach so schreckliche Vergangenheit der Ostdeutschen im “kommunistischen Schreckensregime” der DDR zu kultivieren. Dies ist für die Macher, Lenker und Manipulierer in diesem geplagten Land mehr als vorteilhaft, denn erstens kann man darauf aufbauend den Ossis wieder mal demonstrieren, wie gut es ihnen doch heute in der “freien Marktwirtschaft” geht, zweitens kann man bequem vergessen, daß die sogenannte “Wende” nur ein geplantes Einverleibungsstück des etwas in die Jahre gekommenen Kapitalismus war (und keine Volksrevolution) und drittens lenkt der anklagende Fingerzeig auf die Verbrecher der Vergangenheit herrlich von den Taten der gegenwärtigen Politkriminellen ab.
Denn - und dieses Thema ist aktueller denn je - das Leben der Anderen ist auch für die gegenwärtig herrschende Klasse so interessant, daß eine ganze Reihe von Vorhaben geplant oder in der Umsetzung sind. Gegen die Vehemenz und die Big-Brother-Manie dieser Vorhaben erscheinen die einstigen Spitzelmethoden der STASI wie ein lächerlich anachronistischer Dilettantismus. (more…)
Leider ist es heute mehr als verbreitet, ein Wort wie z.B. Freiheit so hemmungslos, demagogisch und politisch eigennützig zu verschleißen, daß normale Menschen geneigt sind, solche ursprünglich heiligen Worte zu meiden, zu überhören oder für einen nichtssagenden Bestandteil des politischen Tagesgeschwätzes zu halten. Die größten Verbrecher, Massenmörder und politischen Kriminellen der herrschenden Cliquen führen unentwegt und schamlos Worte wie Freiheit, Menschenrechte, Demokratie, sozial, humanitär usw. im Munde und jeder, der einigermaßen gelernt hat, frei zu denken, wendet sich von dieser Art Sprache mit Schaudern ab, weil er längst begriffen hat, daß diese keinen Pfifferling an Bedeutung enthält und nur als manipulatives Werkzeug gebraucht wird. (more…)
Nach fast zweitausend Jahren Christentum haben wir die “Du sollst nicht …”-Appelle schon ziemlich verinnerlicht. Ich meine nicht die speziellen zehn Gebote des Christentums, sondern die Art des fast täglichen Appells an die moralische Vernunft des Individuums. Es handelt sich dabei immer um ein Verbot. Niemals um eine Bitte, einen Wunsch, einen Ratschlag vielleicht oder eine Empfehlung. Die Gesetzestexte sind eindeutig. Die Vorgabe ist ein Imperativ und diejenigen, die sie aussprechen, sind scheinbar erhaben über jede Art von Fehlbarkeit. Ich denke dabei nicht unbedingt an die sowieso scheinheilige christliche Klerikerbande, sondern vor allem an die Angehörigen der herrschenden Klassen in dieser Gesellschaft.
Der Staat, die Justiz, die Politik, die bildenden Institutionen, Arbeitgeber und Konzernmanager - sie alle werden nicht müde, uns aufzufordern: nicht zu lügen, nicht zu stehlen, ein rechtschaffenes Leben zu führen, fleißig zu arbeiten, Schulden zurückzuzahlen, niemandem etwas zuleide zu tun usw. usw. Und natürlich stimmen wir diesen ehrenwerten Damen und Herren zu, wäre und ist es doch eine angenehme und positive Art sein Leben auf diese Weise zu gestalten.
Doch muß ich jedesmal, wenn ich diese Moralpredigten in verschiedensten Ausprägungen aus den Medien heraushöre, darüber nachdenken, ob hier nicht die Wölfe den Schafen ihre Bravheit verordnen und zwar aus einem ganz eigennützigen wölfischen Interesse.
Während also der einfache Mensch der Straße aufgrund seines meist ehrlichen Charakters sich bemüht, rechtschaffen und anständig durchs Leben zu gehen und - das darf man keineswegs vergessen - für jede, auch noch so kleinste Verfehlung gnadenlos verfolgt und abgestraft wird, während man auch den letzten Cent bei ihm eintreibt und keineswegs bereit ist, auch nur über zehn Minuten hinwegzusehen, gehen die selbsternannten Moralapostel ganz anders durch ihr Leben: sie lügen, betrügen und bestehlen das Volk wo immer sie können und in einem Maßstab, der jeder Beschreibung spottet, sie sind so ehrlos und korrupt wie niemand sonst, sie prassen und vergeuden, sie müssen ihr Geld nicht mit ihrer Hände Arbeit verdienen, sie verspielen die Zukunft unserer Kinder, sie zögern nicht, Kriege zu führen, Menschen verhungern zu lassen, zu foltern und zu töten, wenn es ihren Zwecken und vor allem ihrem Profit dient.
Sie besitzen nicht die geringsten Skrupel, ihre Machtgier zu befriedigen und reden täglich UNS die Skrupel ein. DAS sind die Leute mit dem erhobenen Zeigefinger …